Spanien beschliesst Wohnungsdekrete neu, 10 Mrd. € für Erstkäufer
- Länder
- 🇪🇸 Spanien
- Ereignis
- Der spanische Ministerrat beschliesst am 06.10.2026 zwei Dekrete gegen die Wohnungskrise neu, nachdem der Kongress die Vorgängerfassungen am 02.10.2026 aufgehoben hatte.
Neu sind 10 Mrd. € für ICO-Darlehen zur Anzahlung beim Ersterwerb einer Wohnung und 400 Mio. € für Anbieter von Sozialwohnungen; Mietverlängerungen, Räumungsstopp und Grenzen für Wohnungskäufe durch Fonds bleiben, die Dekrete muss noch die Diputación Permanente bestätigen.
Mit den ICO-Darlehen sollen Käufer mit festem Einkommen, aber ohne Ersparnisse bis zu 50.000 € für die Anzahlung erhalten; wer die Wohnung später verkauft, darf den Preis nur im Mass der Inflation erhöhen. Mietverträge lassen sich weiter um bis zu zwei Jahre verlängern, der Räumungsschutz für verletzliche Mieter gilt bis 2030, zusätzlich sind 280 Mio. € für industriell gefertigten Wohnungsbau vorgesehen. Weil die Cortes nach der Ablehnung aufgelöst wurden (Neuwahl laut ČTK am 29.11.2026), entscheidet die Diputación Permanente über die Bestätigung (RTVE, 06.10.2026; zweite Quelle: ČTK/České noviny, 06.10.2026). Fortschreibung (17.10.2026): Die Diputación Permanente soll die beiden Wohnungsdekrete laut Presseberichten am 12.11.2026 behandeln, am Tag nach dem Generalstreik für Wohnen und vor Beginn des Wahlkampfs zur Wahl am 29.11. Die Regierung verfügt dort über 35 Stimmen gegen 34 von PP, Vox und Junts; das Dekret zur Mietverlängerung würde bei einem 34:34 mit Nein des PNV verfallen (Moncloa.com, 17.10.2026).
Quelle: rtve.es ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: ceskenoviny.cz ↗ (Archivkopie ↗) · moncloa.com ↗ (Archivkopie ↗)
Beleglage: 3 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?
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