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Belgiens Regierung billigt Gesetzentwurf zur Bahnpersonal-Reform

· Verkehrspolitik / Eisenbahnreform

Länder
🇧🇪 Belgien
Ereignis
Der belgische Ministerrat billigt auf Vorschlag von Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke am 23.12.2025 den Vorentwurf eines Gesetzes, das die Personalführung der Bahnen modernisiert

SNCB und Infrabel übernehmen Auswahl, Einstellung und Ausbildung des Personals von HR Rail und stellen schrittweise auf ein flexibleres Vertragsmodell um, damit die SNCB der bis 2032 vorgeschriebenen Ausschreibung des Personenverkehrs standhält; einen früheren Entwurf hatten die Gewerkschaften im Oktober 2025 in einer Basisbefragung abgelehnt.

Der belgische Ministerrat hat auf Vorschlag von Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke am 23.12.2025 den Vorentwurf eines Gesetzes gebilligt, das die Personalpolitik der Bahnen neu ausrichtet: SNCB und Infrabel steuern künftig selbst Auswahl, Einstellung und Ausbildung ihrer Beschäftigten, HR Rail bleibt rechtlicher Arbeitgeber und Garant des Statuts, und das Personal soll schrittweise auf ein flexibleres Vertragsmodell wechseln. Hintergrund ist die EU-Verordnung 1370/2007, nach der die Verkehrsverträge für den Personenverkehr bis 2032 im Wettbewerb vergeben werden müssen; der Vorentwurf geht nun an die paritätische Kommission und zur Stellungnahme an den Staatsrat. Ein früherer Entwurf, nach dem ab 1. Januar 2028 nur noch Schlüsselberufe (bei der SNCB rund 10.000 Beschäftigte) im Beamtenstatus geblieben wären, war im Oktober 2025 bei der Basisbefragung der Gewerkschaften durchgefallen (79 % bei CGSP-Cheminots, 74 % bei CSC-Transcom); Crucke kündigte daraufhin durchgängige Vertragsgestaltung und einen Umbau von HR Rail an. (LOK Report, 16.10.2025 und 02.01.2026)

Quelle: lok-report.de ↗ · Archivkopie ↗

Weitere Quellen: lok-report.de (16. Okt. 2025) ↗ (Archivkopie ↗)

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