Eurotrack

Im Bau & geplant

Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Lissabon verzögert sich auf 2034

· Verkehr / Schiene

Ort
Madrid, Extremadura (u.a. Talavera de la Reina, Plasencia, Cáceres, Mérida, Badajoz) – Alentejo (Elvas, Évora) – Lissabon · 🇪🇸 Spanien/Portugal
Projekt
Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Lissabon (Atlantik-Korridor)
Investition
Kein Gesamtinvestitionsvolumen beziffert; belegte EU-Fördermittel: rund 985 Mio. EUR (235 Mio. EUR Connecting Europe Facility für Évora–Elvas in Portugal; ca. 750 Mio. EUR EU-Mittel seit 2014 für Extremadura–Madrid in Spanien)
Status
Im Bau; Teilabschnitt Évora–Elvas baulich fertig (Januar 2026), Zulassung und Inbetriebnahme offen

Die rund 600 km lange Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Madrid und Lissabon (über Extremadura, Elvas und Évora, Teil des Atlantik-Korridors) wird laut einem von der EU-Kommission am 30. Oktober 2025 gebilligten Plan nicht vor Ende 2030, sondern erst bis Ende 2034 vollständig fertiggestellt; bis 2030 soll sich die Fahrzeit auf rund 5 Stunden verkürzen, ab 2034 auf etwa 3 Stunden. Teilabschnitte sind bereits in Betrieb oder kurz vor Fertigstellung, darunter Badajoz–Plasencia in Spanien (elektrifiziert 2023) und Évora–Elvas in Portugal. Die EU unterstützt das Vorhaben mit rund 985 Mio. EUR an Fördermitteln. Fortschreibung (12.06.2026): Das Verkehrsministerium hat Ende Mai 2026 im Staatsanzeiger BOE die ergänzende Informationsstudie für eine Übergangsverbindung bei Bargas (Toledo) zwischen der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Sevilla und der Bestandsstrecke Madrid–Valencia de Alcántara zur öffentlichen Einsichtnahme vorgelegt (30 Tage Frist). Die Verbindung ist als elektrifizierte Doppelstrecke für 350 km/h ausschliesslich für Personenzüge geplant, soll Madrid und Badajoz in unter drei Stunden verbinden und die Fahrzeitverkürzung vorziehen, während die Anbindung über Toledo weiter untersucht wird. Laut einer LOK-Report-Kolumne führt sie über eine rund 10 km lange Schleife bei Pantoja zur Strecke nach Andalusien, nur so könne die Strecke bis 2030 in Betrieb gehen; die portugiesische Neubaustrecke Évora–Elvas (80 km) soll Ende 2026 oder Anfang 2027 eröffnen (LOK Report, 29.05. und 12.06.2026). Fortschreibung (06.08.2026): Die 80 km lange, einspurige Neubaustrecke Évora–Elvas–Badajoz (ausgelegt für 250 km/h, Baukosten 460 Mio. Euro, von EU und Medway mitfinanziert) ist seit Januar 2026 baulich fertig, wartet aber auf Abnahme und Zertifizierung durch die Behörde IMT; ein Eröffnungstermin steht nicht fest, mit einem Start noch 2026 wird nicht gerechnet. Am 04.08.2026 traf erstmals ein elektrischer Probezug in Elvas ein, auf der Strecke laufen Testfahrten bis 200 km/h. Die Route von Sines nach Badajoz wird um 140 km kürzer, die Fahrzeit der Güterzüge soll von acht auf viereinhalb Stunden und die Transportkosten sollen um 30 % sinken. Der EU-Beschluss vom 30.10.2025 hatte für den Abschnitt Évora–Caia noch die Inbetriebnahme 2026 vorgesehen und Studien für den Abschnitt Lissabon–Évora samt neuer Tejo-Querung bis Ende 2027 verlangt; im Oktober 2025 liefen die Arbeiten noch (Besichtigung am 22.10.2025). (LOK Report, 06.08.2026; früher 04.11.2025, 10.11.2025 und 03.07.2026)

Quelle: transport.ec.europa.eu ↗ · Archivkopie ↗

Weitere Quellen: lok-report.de (12. Juni 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (29. Mai 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · boe.es ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (6. Aug. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (3. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (10. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (4. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗)

Beleglage: 3 unabhängige Quellen · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?

✉ Fehler melden

Mehr aus: 🇪🇸 Spanien · 🇵🇹 Portugal

Im Tracker öffnen →