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Accell Group erhält vorläufigen Zahlungsaufschub

· aktualisiert am

Ort
Heerenveen · 🇳🇱 Niederlande
Unternehmen
Accell Group N.V.
Branche
Sportartikel / Mode
Status
angekündigt

Der niederländische Fahrradkonzern (Marken u.a. Haibike, Ghost, Winora, Lapierre, Batavus, Sparta, Koga, Raleigh, Babboe) hat am 05.08.2026 vorläufigen Zahlungsaufschub für die Holding und die niederländischen Tochtergesellschaften erhalten, nachdem eine geplante Übernahme durch Tri Star E-Moving am Vorabend gescheitert war. Die Gruppe beschäftigt rund 2.000 Menschen in 15 Ländern; gerichtlich bestellte Verwalter prüfen nun, welche Geschäftsbereiche fortgeführt werden können. Fortschreibung (11.08.2026): Das Amsterdamer Gericht hat den vorläufigen Zahlungsaufschub beendet und die Accell Group Holding B.V. samt ihren niederländischen Tochtergesellschaften für insolvent erklärt (faillissement); aus dem Aufschub ist damit ein Konkursverfahren geworden. Betroffen sind unter anderem Batavus, Koga, Sparta, Babboe, Bikes & More, EBSC, Loekie, Juncker Bike Parts, XLC und Lepper Saddles. Zur Zahl der niederländischen Beschäftigten nennen die Gewerkschaften abweichende Angaben: die FNV 340, die CNV über 350 — eine Konzernzahl für alle Länder liegt weiterhin nicht vor, deshalb bleibt das Zahlenfeld leer. Die Kuratoren erklärten, sie prüften den Verkauf von Teilen des Konzerns im Rahmen einer Fortführung, und wollten den Betrieb kurzfristig aufrechterhalten. Der Dubliner Investor Quanta Capital um den früheren Radprofi Mel Sutcliffe bereitet laut DutchNews gemeinsam mit weiteren Investoren ein Gebot vor; ein beziffertes Angebot lag zum Berichtszeitpunkt nicht vor (Berichtslage). Die deutschen Gesellschaften bleiben in ihrem eigenen Eigenverwaltungsverfahren (eigener Eintrag vom 07.08.2026), für Raleigh (UK) und Lapierre (FR) laufen gesonderte Verfahren. Quellen: Tweewieler (11.08.2026, aktualisiert 12.08.2026), DutchNews (12.08.2026). Fortschreibung (25.08.2026): Die französische Tochter Cycles Lapierre (Dijon) wurde am 25.08.2026 vom Handelsgericht Dijon auf eigenen Antrag in ein Sanierungsverfahren (redressement judiciaire) mit sechsmonatiger Beobachtungsphase gestellt — Folge der Insolvenz der Muttergesellschaft und des schwachen europäischen Fahrradmarkts (L'Usine Nouvelle, 25.08.2026). Fortschreibung (23.09.2026): Die Insolvenzverwalter verkaufen die Bestände nicht per Versteigerung, sondern über Accells eigene Vertriebskanäle und haben dafür 65 früheren Beschäftigten befristete Zweimonatsverträge angeboten. Zum Stichtag lagen Fahrräder für 47,8 Mio. € und Teile/Zubehör für 38,6 Mio. € auf Lager; rund 60 Lieferanten beanspruchen Waren, 434 Gläubiger meldeten gut 38,4 Mio. € an (NieuwsFiets, 23.09.2026: https://nieuwsfiets.nu/2026/09/23/curatoren-creeren-nieuw-werk-voor-accell-medewerkers/). Fortschreibung (30.09.2026): Die Kuratoren von Accell Nederland verkauften den gesamten niederländischen Fahrradbestand – laut dem Käufer einige Zehntausend Räder unter anderem der Marken Batavus, Sparta und Koga – an den Händler 12GO Biking; ein Preis wurde nicht genannt. Unabhängig davon interessieren sich laut NU.nl rund 60 Parteien für eine Fortführung des Unternehmens oder einzelner Marken (NieuwsFiets, 30.09.2026).

Quelle: accell-group.com ↗ · Archivkopie ↗

Weitere Quellen: nieuwsfiets.nu (23. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · nieuwsfiets.nu (30. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗)

Beleglage: 2 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?

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