Landkreise reaktivieren Mainschleifenbahn zwischen Seligenstadt und Volkach
- Ort
- Landkreise Kitzingen und Würzburg, Bayern – Strecke Seligenstadt–Prosselsheim–Eisenheim–Escherndorf–Volkach-Astheim (Mainschleife bei Würzburg) · 🇩🇪 Deutschland
- Projekt
- Reaktivierung der Mainschleifenbahn (Seligenstadt–Volkach)
- Investition
- Nicht beziffert (Kreistage Kitzingen/Würzburg finanzierten im Oktober 2024 die Planungs- und Genehmigungsphase; separat kostete der Main-Brückenneubau 2009–2011 rund 13 Mio. Euro)
- Status
- In Planung (Kreistagsbeschlüsse zu Finanzierung, Planungsphase und Struktur im Herbst 2026 erwartet)
Die 1994 stillgelegte, 10,6 km lange Nebenbahn zwischen Seligenstadt und Volkach (bei Würzburg) wird seit 2003 nur an Wochenenden als Museumsbahn betrieben, mit rund 12.000 Fahrgästen jährlich (Stand 2010). Die Landkreise Kitzingen und Würzburg wollen regulären Regionalverkehr reaktivieren: Eine Machbarkeitsstudie bescheinigte klaren wirtschaftlichen Nutzen und über 1.000 potenzielle Fahrgäste täglich bei stündlichem Batteriezug-Betrieb nach Würzburg (ca. 25 Minuten Fahrzeit). Die Kreistage bewilligten im Oktober 2024 die Finanzierung von Planung und Genehmigung, DB InfraGO sagte Bahnhofsumbauten bis 2028 zu; Betriebsstart wird für etwa 2029 angestrebt. Fortschreibung (01.04.2026): Laut MIG-Geschäftsführer Thomas Götz (Mainschleifenbahn-Infrastruktur-GmbH) steckt das Projekt mitten in der Planung; die Genehmigungsunterlagen sollen 2027 eingereicht werden, aufgeteilt in viele Abschnitte und Einzelverfahren (etwa für Bahnübergänge) und abgestimmt mit der Ortsumgehung Prosselsheim. Die DB übernimmt die Anbindung an das Netz mit Weichen und Signalen, die MIG die Strecke und die neuen Haltepunkte; entscheidend ist ein enges Zeitfenster, denn 2028 ist eine Sperrpause auf der Hauptstrecke Würzburg–Schweinfurt vorgesehen, und bleibt sie ungenutzt, drohen Verzögerungen von mehreren Jahren. Erste Bodenuntersuchungen deuten darauf hin, dass die vorhandene Trasse grösstenteils erhalten bleiben kann; offen sind Bau, Betrieb und Finanzierung, diskutiert wird ein Modell, bei dem die MIG baut und ein Partnerunternehmen betreibt, worüber die Kreistage Würzburg und Kitzingen beschliessen sollen. (LOK Report, 01.04.2026) Fortschreibung (10.07.2026): Die Kreistage Würzburg und Kitzingen wollen bis Ende 2026 in einer gemeinsamen Herbstsitzung über die Anschlussfinanzierung der Mainschleifenbahn-Infrastruktur-GmbH (MIG), die nächste Planungsphase und die Projektstruktur entscheiden; bis Jahresende soll zudem eine auf aktuellen Kosten beruhende Wirtschaftlichkeitsberechnung vorliegen. Statt die Strecke früh an einen Bahnbetreiber zu übergeben, soll die MIG die rund zehn Kilometer lange Strecke nun selbst ausbauen und danach verpachten, wobei ein möglicher Partner den Prozess schon begleitet; der Bund fördert 90 % der Baukosten und zahlt den Umbau der Weichenverbindung in Seligenstadt. Die DB InfraGO bestätigte 2025 den Planungsstart, die MIG arbeitet derzeit an 35 Teilprojekten, um die Strecke wieder betriebsfähig zu machen. (LOK Report, 10.07.2026)
Quelle: de.wikipedia.org ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: lok-report.de (1. Apr. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (10. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗)
Beleglage: 2 unabhängige Quellen · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?
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