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EU-Kommission verhängt vorläufige Schutzmassnahmen für Elektroband-Importe

· Handel / Schutzmassnahmen

Länder
🇪🇺 EU-27
Ereignis
EU-Kommission verhängt vorläufige Schutzmassnahmen auf Einfuhren von kornorientiertem Elektroband (GOES)

Zollkontingente kombiniert mit Preisuntergrenzen: innerhalb der Kontingente je nach Produktqualität 2.800, 3.100 oder 3.400 € je Tonne, oberhalb der Kontingente 3.500 € je Tonne; wird günstiger eingeführt, entspricht der Zusatzzoll der Differenz zum Schwellenwert. In Kraft ab 25.09.2026 für zunächst 155 Kalendertage bis 26.02.2027. Der Anwendungsbereich umfasst auch Lamellen und Kerne sowie bereits in Transformatoren verbaute Kerne und schützt damit zusätzlich nachgelagerte Transformatorenhersteller.

Die EU-Kommission beschloss am 18.09.2026 vorläufige Schutzmassnahmen für kornorientiertes Elektroband (GOES), das vor allem für Transformatorenkerne benötigt wird und laut Kommission für die Sicherheit der europäischen Energieinfrastruktur kritisch ist. Nach der im März 2026 eröffneten Untersuchung kam die Kommission zu dem Schluss, dass dringende Massnahmen nötig sind, um eine strategische EU-Industrie vor hohem Importdruck durch globale Überkapazitäten und die Schliessung traditioneller Exportmärkte zu schützen. In der Verordnung wird Thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen ausdrücklich als europäischer Hersteller genannt; an den Standorten Gelsenkirchen und Isbergues hängen nach Unternehmensangaben rund 1.200 Arbeitsplätze am GOES-Geschäft. (Quellen: Europäische Kommission, GD Handel und wirtschaftliche Sicherheit, 18.09.2026; ms-aktuell.de, 20.09.2026)

Quelle: policy.trade.ec.europa.eu ↗ · Archivkopie ↗

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