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Im Bau & geplant

Deutsche Bahn stellt Vorzugstrasse für Alpha-E zwischen Hannover und Hamburg vor

· Verkehr / Schiene

Ort
Niedersachsen und Bremen (Abschnitte Hannover–Hamburg via Celle–Bergen–Soltau–Meckelfeld, Rotenburg–Verden, Uelzen–Langwedel, Bremerhaven–Bremen–Langwedel) · 🇩🇪 Deutschland
Projekt
Alpha-E – Ausbau- und Neubaustrecke Hamburg/Bremen–Hannover
Investition
Neubaustrecke Hannover–Hamburg rund 8,8 Mrd. Euro laut Unterrichtung der Bundesregierung (April 2026); Kritiker verweisen auf eine Gesamtwertprognose von 14,1 Mrd. Euro
Status
In Planung (Vorzugsvariante für Hannover–Hamburg; Verkehrsausschuss des Bundestages stimmt am 07.10.2026 zu, Schlussabstimmung im Bundestag für den 08.10.2026 angesetzt)

Alpha-E ist das Ausbau-/Neubauprojekt zur Kapazitätserweiterung der Bahnachse Hamburg/Bremen–Hannover mit vier Abschnitten. Im Juni 2025 stellte die Deutsche Bahn als Vorzugsvariante für Hannover–Hamburg eine Neubaustrecke über Celle, Bergen und Soltau nach Meckelfeld vor; für Rotenburg–Verden läuft seit Mai 2022 die Entwurfs- und Genehmigungsplanung, für Uelzen–Langwedel wurde die Vorplanung im Oktober 2024 abgeschlossen. Ein verbindliches Fertigstellungsdatum nennt die Quelle nicht; das ursprünglich gelistete Zieljahr 2030 konnte damit nicht bestätigt werden und ist mit Vorsicht zu behandeln. Die ursprünglich angegebene DB-Bauprojekte-URL war nicht mehr erreichbar (404). Fortschreibung (21.04.2026): Laut Unterrichtung der Bundesregierung (21/3150) ist zwischen Hannover-Vinnhorst und Hamburg-Meckelfeld ein zweigleisiger Neubau über 109 km vorgesehen; als voraussichtliche Kosten nennt sie 8,8 Mrd. Euro, erfüllten sich Kernforderungen der Region, kämen bis zu 4,99 Mrd. Euro hinzu und das Nutzen-Kosten-Verhältnis könnte unter 1 fallen. Das Eisenbahn-Bundesamt sieht die Vorzugsvariante der DB InfraGO als wirtschaftlich und rechtskonform, der Bund empfiehlt sie als Planungsgrundlage. Bei der Anhörung des Verkehrsausschusses am 20.04.2026 sprachen sich unter anderem DB, Pro Bahn, Seehafenverband und die Stadt Lüneburg für den Neubau aus, das Land Niedersachsen und mehrere Landkreise lehnen ihn ab; Kritiker verweisen auf eine Gesamtwertprognose von 14,1 Mrd. Euro, ein Landrat nennt eine Inbetriebnahme erst 2050 oder 2065 (LOK Report, 14.04. und 21.04.2026; zweite Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 21/3150). Fortschreibung (21.09.2026): Der Verkehrsausschuss will dem Bundestag zum Bericht über die Vorplanung eine Beschlussempfehlung vorlegen, abstimmen sollte das Plenum am 24.09.2026; laut PRO BAHN brachte die Koalition aus CDU/CSU und SPD dazu eine Entschliessung ein, die die Vorzugsvariante bestätigt und das Vorhaben in die Etappen des Deutschlandtakts einordnet. Danach entfiele das durchgehende dritte Gleis Lüneburg–Uelzen (laut aktueller Prognose über vier Mrd. Euro), Verbindungskurven zur Amerikalinie bei Soltau würden planerisch vorbereitet, und für die Bestandsstrecke wäre ein Paket von rund 250 Mio. Euro vorgesehen (u. a. fünf Überleitstellen, Anpassungen der Gleisanlagen in Winsen, Stelle und Maschen sowie zehn Lärmschutzwände); den Rohbau der Halte in Soltau und Bergen übernähme der Bund, Bahnsteige und Zugbestellung lägen beim Land Niedersachsen. Die Grünen beklagen am 21.09.2026 eine erneute Vertagung der Entscheidung im Bundestag; ein Beschluss ist nicht belegt. (LOK Report, 15.09., 17.09. und 21.09.2026) Fortschreibung (17.09.2026): Niedersachsens Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne weist die Beschlussvorlage der Koalitionsverkehrspolitiker im Bund zurück, weil sie schnelle Kapazitätssteigerungen auf der Bestandsstrecke, vor allem zwischen Uelzen und Hamburg, nicht aufgreift. Das Land beziffert das weiterzuplanende Vorhaben auf weit mehr als zehn Milliarden Euro mit Inbetriebnahme frühestens 2050 und fordert, die für 2029 vorgesehene Generalsanierung mit Alpha-E-Massnahmen zu verbinden. (LOK Report, 17.09.2026) Fortschreibung (07.10.2026): Der Verkehrsausschuss des Bundestages hat der Neubaustrecke zwischen den Knoten Hannover und Hamburg zugestimmt und damit den Weg freigemacht; die Schlussabstimmung im Bundestag war für den Folgetag angesetzt. Der Ausschuss folgt damit der Feststellung der Bundesregierung, eine Neubaustrecke sei der einzige wirtschaftlich vertretbare Weg aus den Kapazitätsproblemen im norddeutschen Netz; vorgesehen sind neue Regionalbahnhöfe sowie ergänzende Massnahmen für Betriebsqualität und Anwohnerschutz an Bestands- und Neubaustrecke. Ein Fertigstellungstermin ist weiter nicht belegt (LOK Report, 07.10.2026).

Quelle: de.wikipedia.org ↗ · Archivkopie ↗

Weitere Quellen: lok-report.de (21. Apr. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (2. Jan. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (14. Apr. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · dserver.bundestag.de ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (21. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (15. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (17. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · dserver.bundestag.de ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (17. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (7. Okt. 2026) ↗ (Archivkopie ↗)

Beleglage: 3 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?

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