Estland beschliesst Digitalstaat-Reform mit Abbau von 200 Stellen
- Land
- 🇪🇪 Estland
- Unternehmen
- Republik Estland (Justiz- und Digitalministerium / RIA)
- Betroffene MA
- 200
Die Zahl der staatlichen IT-Häuser sinkt von zehn auf sechs. Das Rechenzentrum RIT wird bis Anfang 2027 in die Behörde RIA eingegliedert, die Staatskommunikations-Stiftung RIKS bis Sommer 2029; das Register- und Informationssystemzentrum RIK wird im zweiten Halbjahr 2026 zum landesweiten Entwicklungszentrum „Digiriigi Keskus“ (international: GovTech Estonia) umgebaut. Neu geschaffen werden ein staatlicher IT-Chefarchitekt in der RIA und dort ein Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz. Die Konsolidierung soll nach drei Jahren rund 11 Mio. € jährlich an Verwaltungskosten sparen.
Die estnische Regierung billigte am Donnerstag, 16.07.2026, die letzten Beschlüsse der Reform. Von den derzeit gut 1.900 Beschäftigten der staatlichen IT-Häuser fallen über drei Jahre rund zehn Prozent — etwa 200 Stellen — weg, vor allem doppelte Supportfunktionen; gleichzeitig steigt der Bedarf an höher qualifizierten Spezialisten, weshalb Teile der Stellen umgewidmet werden. Justiz- und Digitalministerin Liisa Pakosta begründet die Reform mit einer über Jahre gewachsenen, nach Ressorts zersplitterten IT-Landschaft. Neue Systeme dürfen künftig nichts mehr doppeln, was eine zentrale Lösung bereits bietet.
Quelle: err.ee ↗ · Archivkopie ↗
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