Eurotrack

Policy

Bund beschliesst Entlastungspaket gegen den Trassenpreisanstieg

· Verkehrspolitik / Schienenverkehr

Länder
🇩🇪 Deutschland
Ereignis
Das Bundesverkehrsministerium stellt am 14.11.2025 ein Entlastungspaket gegen den Trassenpreisanstieg vor: Die Fernverkehrsförderung 2025 von 105 Mio. Euro wird doch ausgezahlt, für den Güterverkehr stehen 2026 Bundesmittel von 265 Mio. Euro bereit, und der Eigenkapitalzinssatz für die Trassenentgelte der DB InfraGO soll im Eisenbahnregulierungsgesetz auf 1,9 % sinken

Dem kapitalmarktüblichen Eigenkapitalzinssatz von 5,9 % steht eine auf 2,2 % gesenkte Renditeerwartung des Bundes gegenüber; ohne die Regelung stiegen die Trassenentgelte der DB InfraGO ab 2026 stärker, laut BASF drohten Preissteigerungen von 35 %. Das Paket soll Fahr- und Transportpreise 2026 dämpfen, eine grundlegende Reform des Trassenpreissystems steht aus.

Das Verkehrsministerium hat am 14.11.2025 nach Beschlüssen der Bundestagsausschüsse ein Entlastungspaket gegen den Trassenpreisanstieg vorgestellt: Die Förderung des Fernverkehrs für 2025 über 105 Mio. Euro wird doch ausgezahlt, im Güterverkehr stehen 2026 Bundesmittel von 265 Mio. Euro bereit (aufgestockt durch Pönalen aus der LuFV III), und der Eigenkapitalzinssatz für die Trassenentgelte der DB InfraGO soll gesetzlich auf 1,9 % sinken; das Gesetz soll noch 2025 in Kraft treten. Anlass ist die Eigenkapitalerhöhung der DB AG: Dem kapitalmarktüblichen Zinssatz von 5,9 % steht eine auf 2,2 % gesenkte Renditeerwartung des Bundes gegenüber, ohne die Regelung drohten laut BASF (Anhörung vom 13.10.2025) Preissteigerungen von 35 %, und der Verkehrsausschuss billigte die 1,9 % am 12.11.2025 ohne Gegenstimmen. Zuvor hatte das Ministerium die Auszahlung der 105 Mio. Euro laut VDV und mofair (Meldung vom 03.11.2025) wegen Zweifeln an Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit nach Kritik des Bundesrechnungshofs gestoppt, bis der Haushaltsausschuss es zur Freigabe verpflichtete (Meldung vom 10.11.2025); die Trassenpreise im Fernverkehr waren von 2024 auf 2025 um 17,7 % gestiegen. Sachverständige bei der Anhörung und der Bundesrat (Meldung vom 07.10.2025) bewerten das Gesetz mehrheitlich als ersten, aber nicht ausreichenden Schritt und verlangen ein grundlegendes Reformkonzept, und DB Fernverkehr kann dank der Förderung seine Fahrkartenpreise im nächsten Fahrplanjahr konstant halten. (LOK Report, 07.10. bis 14.11.2025)

Quelle: lok-report.de ↗ · Archivkopie ↗

Weitere Quellen: lok-report.de (7. Okt. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (14. Okt. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (3. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (10. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (10. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (12. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (14. Nov. 2025) ↗ (Archivkopie ↗) · dserver.bundestag.de ↗ (Archivkopie ↗)

Beleglage: 2 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Wie gut belegt ist Eurotrack?

✉ Fehler melden

Mehr aus: 🇩🇪 Deutschland

Im Tracker öffnen →