DB InfraGO saniert rechte Rheinstrecke bis 12. Dezember 2026
- Ort
- Rechte Rheinstrecke zwischen Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) und Wiesbaden (Hessen), durchs Mittelrheintal (auch Rheinland-Pfalz betroffen) · 🇩🇪 Deutschland
- Projekt
- Generalsanierung der rechten Rheinstrecke Troisdorf–Wiesbaden (inkl. ETCS-Ausrüstung)
- Investition
- rund 1,6 Milliarden Euro
- Status
- Im Bau (Bauphase seit 10. Juli 2026)
Auf der rund 160 km langen, stark befahrenen rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden erneuert DB InfraGO seit dem 10. Juli 2026 rund 80 km Gleise, knapp 100 km Oberleitung, 160 Weichen und 10 Brücken sowie 36 Stationen; das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,6 Milliarden Euro. Der gesamte Korridor wird dabei mit ETCS ausgerüstet, das bis Ende 2027 betriebsbereit sein soll. Die Bauphase mit voller Streckensperrung dauert bis zum 12. Dezember 2026. Fortschreibung (07.05.2026): Laut Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen (21/5663) sollen die Korridorsanierungen Infrastrukturmängel und Störungsursachen verringern und die Betriebsqualität stabilisieren, nicht aber die Zugzahlen erhöhen. Die Gesamtkosten inklusive Risikopuffer liegen bei rund 1,65 Mrd. Euro, davon rund 70 Mio. Euro Eigenmittel der DB AG; seit der Bündelung zu zwei Gesamtprojekten (Troisdorf–Unkel und Unkel–Wiesbaden) ist der Kostenrahmen unverändert. In der Wirtschaftlichkeitsprüfung wäre der Weiterführungsfall (Fortführung ohne Korridorsanierung) bei den Kosten um höchstens rund 10,2 Mio. Euro günstiger gewesen, der verkehrliche Nutzen der Sanierung beträgt mindestens rund 10,4 Mio. Euro; unter dem Strich ist die Korridorsanierung mindestens rund 200.000 Euro wirtschaftlicher (LOK Report, 07.05.2026). Fortschreibung (14.07.2026): Die Sperrung begann am Abend des 10.07.2026; 160 Busse auf 13 Linien ersetzen den Nahverkehr. Neben Gleisen, Weichen und Brücken ersetzt DB InfraGO sechs alte Stellwerke (Rüdesheim, Niederlahnstein, Koblenz-Ehrenbreitstein, Engers, Neuwied, Bonn-Beuel) durch elektronische Stellwerke; die drei in Neuwied, Engers und Koblenz-Ehrenbreitstein sollen Ende 2026 baulich fertig sein, die Inbetriebnahme folgt später. Weitere Arbeiten laufen 2027, damit ETCS bis Ende 2027 auf der ganzen Strecke betriebsbereit ist. Vorab hatte DB die Strecke für die Planung mit Drohnen, Georadar und Rucksack-Scannern vermessen (29.04.2026); nach dem ersten Wochenende zog das hessische Verkehrsministerium am 14.07.2026 eine erste Bilanz: Der Ersatzverkehr sei geordnet angelaufen (LOK Report, 14.07.2026). Fortschreibung (10.07.2026): Seit dem Abend des 10.07.2026 ist die Strecke Troisdorf–Wiesbaden gesperrt; der Personenverkehr soll mit dem Fahrplanwechsel am 13.12.2026 wieder starten. Im ersten Halbjahr 2027 folgt eine dreiwöchige Sperrung für den digitalen Lückenschluss Lahnstein–Neuwied, danach lässt sich der Abschnitt Oberlahnstein–Unkel aus einem regionalen Grossstellwerk steuern. Bei den Stationen bleibt Neuwied bei 55 cm Bahnsteighöhe, Engers wird von 38 auf 55 cm angehoben; 76 cm sind wegen überbreiter Güterzüge nicht überall möglich. Die Umleiter belasten die linke Rheinstrecke, weshalb im Regionalverkehr Züge entfallen und die Linien RB 26 und RE 2 mindestens zweimal pro Stunde Koblenz–Mainz sichern sollen (LOK Report, 10.07.2026).
Quelle: deutschebahn.com ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: lok-report.de (7. Mai 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · dserver.bundestag.de ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (6. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (14. Mai 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (29. Apr. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (14. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · rechter-rhein.deutschebahn.com ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (10. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (6. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (23. Juni 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (16. Juni 2026) ↗ (Archivkopie ↗)
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