Lehrter Stammbahn: Teilabschnitte werden bis 2026 elektrifiziert
- Ort
- Sachsen-Anhalt / Brandenburg – Abschnitte Gardelegen–Nahrstedt sowie Bindfelde (bei Stendal)–Rathenow, mit Feste-Fahrbahn-Erneuerung u. a. bei Schönhausen (Elbe) nahe der Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Brandenburg · 🇩🇪 Deutschland
- Projekt
- Ausbaustrecke Hannover – Berlin (Lehrter Stammbahn) – 1. Baustufe: Elektrifizierung Gardelegen–Nahrstedt und Bindfelde–Rathenow (inkl. Schönhausen/Elbe)
- Investition
- Für die 1. Baustufe allein nicht gesondert beziffert (laut DB-Fact-Sheet); für das Gesamtprojekt (beide Baustufen, 134,6 km) nennt der Bundesverkehrswegeplan 2030 Gesamtkosten von rund 402,7 Mio. Euro (bewertungsrelevante Baukosten 303,6 Mio. Euro, Preisstand 2012)
- Status
- Im Bau (Baubeginn 1. Baustufe: September 2025; Elektrifizierung verzögert sich bis Dezember 2027)
Die 140 km lange Ausbaustrecke „Lehrter Stammbahn" zwischen Vorsfelde (bei Wolfsburg), Stendal (Sachsen-Anhalt) und Wustermark (Brandenburg) wird seit 2025 in zwei Baustufen modernisiert, um als Umleitungsstrecke für den Fernverkehr zu dienen, während der Oberbau der parallelen Schnellfahrstrecke erneuert wird. Die 1. Baustufe (Baubeginn September 2025) elektrifiziert die Abschnitte Gardelegen–Nahrstedt und Bindfelde–Rathenow, erneuert die Feste Fahrbahn zwischen Gardelegen–Stendal-Möringen sowie Schönhausen (Elbe)–Rathenow und errichtet ein 740-Meter-Überholgleis in Gardelegen; laut DB soll die Elektrifizierung 2026 in Betrieb gehen, der vollständige zweigleisige Ausbau (2. Baustufe) folgt erst in den späten 2030er-Jahren. Gesamtkosten für das komplette Projekt: rund 402,7 Mio. Euro (BVWP 2030). Fortschreibung (09.09.2026): Die Elektrifizierung der Lehrter Stammbahn wird nicht, wie vorgesehen, schon Ende 2026, sondern erst im Dezember 2027 fertig; Verzögerungen im Bauablauf hatte die DB InfraGO bereits am 14.08.2026 eingeräumt. Die eingleisige Strecke fällt damit bis Ende 2027 als Umleitung für den Fernverkehr aus, solange die parallele Schnellfahrstrecke erneuert wird, und die DB InfraGO passt Bau- und Verkehrskonzept an: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 braucht der Fernverkehr rund 80 Minuten länger zwischen Hannover und Berlin, geplante Sperrungen auf den Strecken Halle–Eichenberg und Bebra–Fulda werden verkürzt oder verschoben, und für Güterzüge steht spätestens ab Ende Januar 2027 die Umleitung über Halle–Eichenberg bereit, deren zweite Baustufe (ursprünglich ab Sommer 2027) nach hinten rückt. Das neue Datum 31.12.2027 ist ein Platzhalter, da nur der Monat Dezember 2027 genannt wird. (LOK Report, 14.08. und 09.09.2026)
Quelle: bauprojekte.deutschebahn.com ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: lok-report.de (9. Sept. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (14. Aug. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · deutschebahn.com ↗ (Archivkopie ↗)
Beleglage: 3 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?
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