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EU-Verkehrsminister fordern Strategie für die Eisenbahnindustrie

· Industriepolitik / Eisenbahnindustrie

Länder
🇪🇺 EU-27
Ereignis
Die EU-Verkehrsminister fordern am 08.06.2026 beim Verkehrsrat in einer von Österreich geführten Initiative die EU-Kommission auf, eine umfassende europäische Strategie für die Eisenbahnindustrie vorzulegen und das öffentliche Beschaffungswesen zu reformieren

Verlangt wird ein strategischer Ansatz für die Eisenbahnzulieferindustrie nach dem Vorbild von Auto-Aktionsplan und maritimer Industriestrategie sowie schärfere Vergaberegeln gegen verzerrenden Wettbewerb und nicht-reziproke Bedingungen; die Forderung ist politisch, eine Entscheidung der Kommission steht aus.

Beim Verkehrsrat am 08.06.2026 forderten die Verkehrsminister die EU-Kommission auf, eine umfassende europäische Strategie für die Eisenbahnindustrie vorzulegen und das öffentliche Beschaffungswesen zu reformieren; die Initiative führte Österreich an, unterstützt von Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Luxemburg, Polen, Portugal und Rumänien, Spanien stellte separat die Wettbewerbsfähigkeit der Branche in den Mittelpunkt. Im Rat hiess es, ein verlässlicher Rahmen sei für Verkehrssouveränität, die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur und strategische Autonomie wichtig, und beim Vergaberecht müsse unfairer Wettbewerb durch verzerrende Praktiken, ungleichen Marktzugang oder fehlende Gegenseitigkeit verhindert werden. Der Verband UNIFE (Generaldirektor Enno Wiebe) begrüsst den Vorstoss und warnt vor riskanten Lieferanten aus Drittstaaten bei sensibler Technik; das Gesetz über das öffentliche Auftragswesen wurde damals für den 1. Juli erwartet (LOK Report, 08.06.2026).

Quelle: lok-report.de ↗ · Archivkopie ↗

Weitere Quellen: consilium.europa.eu ↗ (Archivkopie ↗)

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