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Bericht: Italien gründet staatliche Rosco für Kauf und Vermietung von Zügen

· Verkehrspolitik / Bahnreform

Länder
🇮🇹 Italien
Ereignis
Die italienische Regierung beschliesst im Rahmen eines Gesetzes zur letzten PNRR-Umsetzungsphase die Gründung einer staatlichen Gesellschaft (ROSCO) ausserhalb der FS-Gruppe, die Lokomotiven, Triebzüge und Reisezugwagen kauft, verwaltet und an Bahnbetreiber vermietet; das Gesetz soll bereits im Januar 2026 wirksam werden

Die ROSCO soll 1,2 Mrd. Euro aus dem PNRR für den Zugkauf erhalten und zudem bereits PNRR-finanzierte Züge im Wert von rund 1 Mrd. Euro übernehmen; Bewerber um die für Juni geplanten Regional- und Intercity-Konzessionen können Fahrzeuge dort statt bei Trenitalia beschaffen. Für den RFI-Programmvertrag 2027–2030 (120 Mrd. Euro Infrastrukturinvestitionen) gelten strengere Termin- und Kontrollregeln.

Laut Corriere della Sera steht die Bahnreform kurz bevor: Mit einem Gesetz zur letzten PNRR-Phase, das bereits im Januar wirksam werden soll, hat die Regierung die Gründung einer staatlichen Rosco ausserhalb der FS-Gruppe beschlossen, die Lokomotiven, Triebzüge und Wagen erwerben und an Betreiber vermieten soll; ihr fünfköpfiger Verwaltungsrat wird von Verkehrs- und Finanzministerium ernannt. Sie erhält 1,2 Mrd. Euro aus dem PNRR, ein Teil davon war ursprünglich für Trenitalia vorgesehen, und will zudem rund hundert bereits mit PNRR-Mitteln gekaufte Züge für etwa 1 Mrd. Euro übernehmen; zwischen Ministerium und Trenitalia ist das Eigentum an laufenden Zügen umstritten. Ausserdem sollen strengere Fristenregeln in den RFI-Programmvertrag 2027–2030 über 120 Mrd. Euro einfliessen, und bei den für Juni vorgesehenen Ausschreibungen der subventionierten Regional- und Intercity-Konzessionen können Bewerber auf die Rosco statt auf Trenitalia zurückgreifen. (LOK Report, 13.01.2026)

Quelle: lok-report.de ↗ · Archivkopie ↗

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