Brenner-Nordzulauf München–Innsbruck: Vorplanung abgeschlossen
- Ort
- Bayern (München-Trudering, Grafing, Ostermünchen, Rosenheim, Kiefersfelden) und Tirol (Grenzabschnitt bis Radfeld/Innsbruck) · 🇩🇪 Deutschland
- Projekt
- Brenner-Nordzulauf (München–Rosenheim–Kiefersfelden–Innsbruck)
- Investition
- nicht beziffert (Website nennt keine Kostenangabe)
- Status
- In Planung – Vorplanung abgeschlossen, Scoping-Verfahren im November 2025 beendet, parlamentarische Beratung im Bundestag läuft
Der Brenner-Nordzulauf ist die geplante Neubaustrecke zwischen München (Trudering) und der deutsch-österreichischen Grenze bei Kiefersfelden/Schaftenau als nördliche Zulaufstrecke zum Brenner-Basistunnel weiter nach Innsbruck, unterteilt in sechs Planungsabschnitte (u.a. Trudering–Grafing, Grafing–Ostermünchen, Kirnstein–Grenze–Schaftenau). DB InfraGO hat die Vorplanung abgeschlossen, das Scoping-Verfahren endete im November 2025, aktuell läuft die parlamentarische Beratung im Bundestag; realisiert wird das EU-kofinanzierte Projekt gemeinsam von DB AG und ÖBB Infra. Laut Projektliste ist eine Fertigstellung bis 2040 vorgesehen, ein konkretes Kosten- oder Eröffnungsdatum nennt die Projektwebsite bislang nicht. Fortschreibung (05.08.2026): Das Bundesverkehrsministerium hat der Bundestagspräsidentin am 10.07.2026 die Ergebnisse der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung sowie den Bericht von Ministerium und Eisenbahn-Bundesamt übermittelt; damit beginnt die parlamentarische Befassung, über den weiteren Fortgang entscheidet der Bundestag. Laut Unterrichtung (21/7165) umfasst das Vorhaben die Blockverdichtung München-Trudering–Grafing und eine zweigleisige Neubaustrecke von Grafing über Rosenheim und Kiefersfelden bis zur deutsch-österreichischen Grenze für 230 km/h; die Gesamtkosten betragen knapp 11,4 Mrd. Euro (einschliesslich Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 %), das Nutzen-Kosten-Verhältnis 1,4 (Bewertung von 2025), und eine Förderung aus CEF-Mitteln der EU ist vorgesehen. Das Eisenbahn-Bundesamt hält die Vorzugsvariante der DB InfraGO für die sinnvollste; nicht berücksichtigt wurden Kernforderungen der Region, etwa die Verknüpfungsstelle Kirnstein zu verlegen oder zu streichen, ohne die Neubau- und Bestandsstrecke auf rund 55 km unverbunden blieben. (LOK Report, 10.07. und 05.08.2026)
Quelle: brennernordzulauf.eu ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: lok-report.de (5. Aug. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (10. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · dserver.bundestag.de ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (7. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗)
Beleglage: 3 unabhängige Quellen · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?
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