Bundestag berät Neubaustrecke zwischen Ulm und Augsburg
- Ort
- Schwaben (Bayern), zwischen Neu-Ulm und Augsburg · 🇩🇪 Deutschland
- Projekt
- Neu- und Ausbaustrecke Ulm–Augsburg
- Investition
- rund 8,15 Mrd. Euro (Baukosten laut Unterrichtung der Bundesregierung 21/3950; Preisstand nicht genannt)
- Status
- In Planung (Bundestag hat am 21.05.2026 per Entschliessung Massgaben zur Vorzugsvariante beschlossen)
Die rund 66-77 km lange, zweigleisige Neu- und Ausbaustrecke soll die Bahnverbindung zwischen Neu-Ulm und Augsburg ergänzen und beschleunigen; geplant sind Geschwindigkeiten bis 265 km/h. Das Raumordnungsverfahren wurde im Mai 2024 abgeschlossen, im Januar 2026 gingen die Unterlagen zum Parlamentsvorbehalt an den Bundestag und wurden vom Verkehrsausschuss breit befürwortet. Der Bundesverkehrswegeplan veranschlagt rund 2,039 Mrd. Euro (Preisstand 2015); ein Baubeginn wird gegen Ende der 2020er Jahre erwartet, ein konkretes Fertigstellungsdatum steht laut Quelle noch nicht fest (Listenwert 2030 übernommen). Fortschreibung (11.02.2026): Die Bundesregierung hat dem Bundestag den Bericht zum Ergebnis der Vorplanung und frühen Öffentlichkeitsbeteiligung vorgelegt (Unterrichtung 21/3950) und empfiehlt, die Vorzugsvariante der DB InfraGO als Basis der weiteren Planung zu bestätigen; das Eisenbahn-Bundesamt sieht die Wirtschaftlichkeit gewahrt. Die Zusatzforderungen der Region zu Lärmschutz, Vorhabenumfang, Regionalverkehr und Trassierung will der Bund nicht finanzieren: Würden die Kernforderungen erfüllt, entstünden bis zu 8,25 Mrd. Euro Mehrkosten, das Nutzen-Kosten-Verhältnis fiele unter 1, und das Vorhaben liesse sich nach geltendem Recht nicht mehr aus dem Bundeshaushalt bezahlen (LOK Report, 11.02.2026). Fortschreibung (21.05.2026): Der Bundestag hat den Bericht der Bundesregierung zur Vorplanung (Unterrichtung 21/3950) erörtert und auf Empfehlung des Verkehrsausschusses eine Entschliessung angenommen; CDU/CSU, AfD, SPD und Linke stimmten zu, die Grünen enthielten sich. Das Vorhaben umfasst laut Unterrichtung einen durchgängig viergleisigen, elektrifizierten Aus- und Neubau im TEN-Korridor Rhein–Donau; die Baukosten werden mit 8,15 Mrd. Euro beziffert. Die Vorzugsvariante der DB InfraGO soll an Massgaben gebunden werden (Lärmschutz, Aufwertung der Bahnknoten Ulm und Augsburg, Generalsanierung der Bestandsstrecke, neue oder reaktivierte Halte, besserer Regionalverkehr, regionale Forderungen an der Trasse), wobei das Nutzen-Kosten-Verhältnis nicht unter 1,0 fallen darf; zudem soll das Projekt in die Etappierung des Deutschlandtakts eingebracht und am Trinkwasserschutzgebiet Burgau kleinräumig umtrassiert werden. Ein Fertigstellungstermin wird nicht genannt (LOK Report, 22.05.2026; zweite Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 21/3950).
Quelle: de.wikipedia.org ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: lok-report.de (11. Feb. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · dserver.bundestag.de ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (22. Mai 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (22. Mai 2026) ↗ (Archivkopie ↗)
Beleglage: 3 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?
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