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EU verabschiedet 21. Sanktionspaket gegen Russland

· Aussenwirtschafts- / Sanktionspolitik

Länder
🇪🇺 EU / Russland / Belarus
Ereignis
EU verabschiedet 21. Russland-Sanktionspaket — höchste Zahl an Listungen seit Kriegsbeginn

218 neue Listungen (48 Personen, 170 Organisationen), 94 gelistete Banken und Finanzinstitute, Aussetzung der Ölpreisdeckel-Anpassung bis Juli 2027, 41 zusätzliche Schattenflotten-Schiffe sowie erstmals die Grundlage für ein EU-weites Einreiseverbot für russische Kombattanten.

Die EU-Mitgliedstaaten verabschiedeten am 23.07.2026 nach wochenlanger Blockade (siehe Einträge vom 13.07. und 15.07.) das 21. Sanktionspaket gegen Russland. Es enthält 218 zusätzliche Listungen — 48 Personen und 170 Organisationen und damit die höchste Zahl seit Kriegsbeginn —, darunter 94 Banken und grosse Finanzinstitute; insgesamt unterliegen nun über 100 russische Banken einem Transaktionsverbot samt Verbot der Nutzung von Finanznachrichtendiensten. Von 56 Listungen im militärisch-industriellen Komplex betreffen 37 direkt die Produktions- und Lieferkette für Langstreckendrohnen. Die im 18. Paket vereinbarte Anpassung des Ölpreisdeckels wird für ein volles Jahr bis Juli 2027 ausgesetzt; 41 weitere Schattenflotten-Schiffe kommen zu den bereits sanktionierten 632 hinzu. Für LNG-Transfers in Drittstaaten gilt eine auf ein Jahr befristete, verlängerbare Ausnahme mit strengen Melde- und Mengenauflagen. 51 Einrichtungen wurden wegen Umgehungshilfe gelistet (24 in Russland, 27 in Drittstaaten, davon 14 in China). Zusätzlich schuf das Paket die Grundlage für ein umfassendes Einreiseverbot für Kombattanten und Ex-Kombattanten der russischen Streitkräfte, über dessen Inkrafttreten der Rat nach Vorliegen der Durchführungsmassnahmen entscheidet.

Quelle: ec.europa.eu ↗ · Archivkopie ↗

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