Brennerbasistunnel: 218 von 230 Tunnelkilometern fertiggestellt
- Ort
- Tirol (Österreich) bis Südtirol (Italien) – Innsbruck bis Franzensfeste · 🇦🇹 Österreich
- Projekt
- Brennerbasistunnel
- Investition
- rund 11,7 Mrd. Euro Gesamtkosten (bisher 10,5 Mrd. Euro); davon 2,3 Mrd. Euro EU-Förderung für die bis 2026 durchgeführten Arbeiten
- Status
- Im Bau, Inbetriebnahme laut neuem Bauprogramm 2034
Der Brennerbasistunnel wird mit rund 55 km (ca. 230 Tunnelkilometer inkl. Erkundungs- und Rettungsstollen) der längste unterirdische Eisenbahntunnel der Welt und verbindet Innsbruck (Österreich) mit Franzensfeste (Italien) unter den Alpen. Laut offizieller Projekt-Website sind aktuell rund 218 der 230 Tunnel-Kilometer fertiggestellt, in sieben aktiven Baulosen wird weitergebaut; die Gesamtkosten werden auf 10,5 Mrd. Euro geschätzt, wovon die EU derzeit 50% kofinanziert. Die Inbetriebnahme war bisher für 2032 vorgesehen (Stand vor der Fortschreibung vom 20.10.2026: siehe unten). Fortschreibung (04.08.2026): Der italienische Ausschuss CIPESS hat den Beginn des fünften Bauloses mit Gesamtkosten von 456,77 Mio. € autorisiert und den neuen Ausgabenrahmen des Vorhabens auf rund 10,5 Mrd. € festgelegt, davon rund 5,262 Mrd. € italienischer Anteil (rund 5,75 Mio. € weniger als in der CIPESS-Beschlussfassung Nr. 37/2023). Das Arbeitsprogramm mit Inbetriebnahme im Oktober 2032 wurde bestätigt. Fortschreibung (25.08.2026): Am 28.07.2026 sind die beiden Haupttunnelröhren unter der Staatsgrenze am Brenner durchgeschlagen worden, als der österreichische Vortrieb (Baulos H53 Pfons–Brenner) auf den italienischen Abschnitt im Baulos H61 Mauls 2–3 traf. Am 25.08.2026 hat die Tunnelbohrmaschine Wilma die westliche Haupttunnelröhre auf ganzer Länge (rund 55 km) vollendet, erstmals ist damit eine Haupttunnelröhre durchgehend. Stand 28.07.2026 waren laut Projektgesellschaft 220 der 230 Tunnelkilometer vorgetrieben (davon 114 km Haupttunnel); damals arbeiteten mit Wilma und Olga noch zwei Maschinen, nach deren Vortrieben alle Röhren durchgehend hergestellt sind. (LOK Report, 28.07. und 25.08.2026) Zusammengeführt (07.10.2026): Der zunächst separat erfasste Eintrag 68bbddde zum Baulos Tulfes–Pfons ist hier aufgegangen; nach ihm war dieser Bauabschnitt im Oktober 2025 fertiggestellt, und mit dem Tunnel sollen jährlich rund 1 Mio. Lkw-Fahrten auf die Schiene verlagert werden. Fortschreibung (20.10.2026): Die Tunnelgesellschaft BBT SE verschiebt die Inbetriebnahme nach einer Aktualisierung des Bauprogramms von 2032 auf 2034 und beziffert die Gesamtkosten nun auf 11,7 statt bisher 10,5 Mrd. €; Österreich und Italien garantieren davon je 50 %, also 5,85 Mrd. €. Als Gründe nennt sie die Anpassung der bahntechnischen Planung von 2008 an neue Technik- und Sicherheitsvorschriften, zusätzliche Bauwerke, um den Erkundungsstollen zum Servicetunnel auszubauen, den längeren Bauzeitraum sowie Preissteigerungen; der Aufsichtsrat hat die neuen Termine und Kosten genehmigt. Das Datum ist ein Platzhalter (Jahresende 2034), ein genauer Monat wurde nicht genannt. (news.at/APA, 20.10.2026; Der Standard, 20.10.2026)
Quelle: bbt-se.com ↗ · Archivkopie ↗
Weitere Quellen: lok-report.de (25. Aug. 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · lok-report.de (28. Juli 2026) ↗ (Archivkopie ↗) · news.at ↗ (Archivkopie ↗) · derstandard.at ↗ (Archivkopie ↗)
Beleglage: 4 unabhängige Quellen · Berichtslage (nicht unabhängig bestätigt) · Archivkopie gesichert · Wie gut belegt ist Eurotrack?
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